Krebs

Krebs

Krebs war früher eine seltene Krankheit, die nur einen geringen Prozentsatz der Menschen betraf. Um die Jahrhundertwende starben nur wenige Menschen an Krebs. Doch heutzutage ist Krebs so weit verbreitet, dass fast jeder einen Verwandten hat, der an Krebs leidet. Krebserkrankungen stellen heute keine Ausnahme mehr dar; Krebs ist stattdessen zu einer der häufigsten Erkrankungen unserer Zeit geworden.

Krebs entwickelt sich über einen langen Zeitraum

Entgegen der populären Ansicht benötigt Krebs mehrere Jahrzehnte, um sich im Menschen zu entwickeln. Ursächlich wird vermutet, das sogenannte Mikrotumoren, die ohne Krankheitswert in jedem Körper entstehen, versuchen ihre eigene Blutversorgung durch Blutgefäße sicherzustellen. Hierzu geben sie Lockstoffe (sogenannte Wachstumsfaktoren) ab, mit denen sie versuchen, die am nächsten gelegenen feinsten Blutgefäße dazu anzuregen, in Richtung des Tumors zu wachsen. Gelingt dieser Prozess, so spricht man von einer Angiogenese. Aktionen dieser Art werden jedoch normalerweise in alltäglicher Routinearbeit vom Immunsystem unterbunden. Bei ungünstigen Lebensumständen und schlechter Ernährung können diese Routinearbeiten jedoch nicht mehr optimal durchgeführt werden – das Risiko für eine Krebserkrankung steigt!

Krebs ist nicht genetischen Ursprungs

Dr. Robert A. Weinberg, Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der führenden Krebsforscher und Entdecker des so genannten Krebs-Gens, widerrief seine früheren Ansichten, nachdem er entdeckt hatte, dass „weniger“ als ein DNS-Hauptbestandteil von einer Million falsch kopiert wurde“.

Auch Untersuchungen an Zwillingen ergaben, dass nur max. 15% der Krebserkrankungen auf Gendefekte zurück geführt werden können.

Das Rauchen hingegen soll für 30% aller Krebse verantwortlich sein; weiter3 30% gehen Schätzungen zufolge auf das Konto ungünstiger Ernährung und Übergewicht und Bewegungsmangel machen weitere 5% aus!

 

Hauptursache von Krebs seit sechs Jahrzehnten bekannt

Wir haben uns an die Aussage gewöhnt, „eines Tages“ würden die Ursachen für die Krebsentstehung gefunden werden, und Krebs sei das vorrangige medizinische Rätsel unserer modernen Zeit. Daher ist das Folgende schwer zu glauben:

Otto Warburg (MD, PhD) (er wurde als der größte Biochemiker des 20. Jahrhunderts angesehen) entdeckte und erläuterte ausführlich, dass die vorrangige Ursache für Krebs die verminderte Sauerstoffkonzentration in der Zelle ist. „Wir fanden im Experiment, dass schon eine 35-prozentige Reduktion der Sauerstoffatmung ausreicht, um solch eine Umwandlung während des Zellwachstums hervorzurufen“, bemerkte er 1966 auf einer Konferenz der Nobelpreis-Träger in Lindau.“

Nur ein Drittel weniger Sauerstoff als es normalerweise nötig wäre, und der Mensch erkrankt an Krebs. Begründet auf sorgfältige Experimente, die Dr. Warburg und viele seiner Kollegen sehr oft verifiziert hatten, erläuterte er seine Entdeckung, dass die vorrangige Ursache von Krebs einfach in einer zu geringen Sauerstoffversorgung der Zelle (Hypoxie) besteht. Es kommt noch schlimmer, denn eine bereits kanzeröse Zelle kann nicht mehr in den normalen Zustand zurückfinden; sie muss zerstört werden

Eine geschädigte Zelle kann nicht repariert werden

Dr. Warburgs Entdeckungen wurden mehrfach in Versuchen überprüft, in denen sowohl normale Zellen zu kanzerösen umgewandelt wurden als auch durch den Beweis, dass sich Krebs nicht in Bereichen entwickelt, die stark mit Sauerstoff angereichert sind. Erstaunlicherweise waren es amerikanische Ärzte, die es 1952 überprüften und 1955 bestätigten!

Goldblatt und Cameron stellten fest (Journal Experimental Medicine), dass eine Zelle nicht mehr repariert werden kann, sobald der Schaden zu groß geworden ist. Auch eine erhöhte Sauerstoffmenge ist dann nicht mehr in der Lage, die Zelle zu normaler Atmung zurückzuführen: Sie bleibt endgültig vom Krebs befallen.

So liegt der Hauptansatzpunkt in der Vorbeugung und Verhinderung von Krebs.